Grußworte
Frau Helen Heberer MdL, Schirmherrin der Mannheimer-Sommermusik 2012
Liebe Kulturfreundinnen und Kulturfreunde
im Kulturkalender der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar darf für Musikliebhaber eines nicht fehlen: das Festival „Mannheimer Sommermusik“ in der Schlosskirche.
Bereits zum dritten Mal wird uns dieses Festival schon die ersten Sommertage verschönern und uns mit einem abwechslungsreichen und liebevoll ausgesuchten Programm überraschen. Unter dem Motto „á la francaise“ werden uns Musikerinnen und Musiker aus der Region in unser Nachbarland Frankreich entführen und lassen uns herausragende Kompositionen kennen lernen oder wieder genießen.
„Musik aus der Region, für die Region“, das ist das besondere Kennzeichen des Festivals „Mannheimer Sommermusik“ und es stellt dabei erneut die musikalische und kulturelle Vielfalt unserer Region unter Beweis. Dabei ist es zugleich ein stimmungsvoller Begegnungsort sowohl für ein breites interessiertes Publikum als auch für die unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstler, Musikerinnen und Musiker untereinander. Was hier an Vernetzung durch gemeinsame Auftritte und gegenseitiges Wahrnehmen geschieht, kann durch kaum eine noch so gut geplante regionale Organisation ersetzt werden. Hier begegnet man sich live.
Das breite Programm aus Klassik, Jazz, Gospel, Mundart und Kirchenmusik vereint die unterschiedlichsten Musikstile und bietet für jeden Musikgeschmack das Passende.
Mein besonderer Dank gilt allen Ehrenamtlichen, die durch ihr großes Engagement zum Gelingen der Mannheimer Sommermusik beitragen. Erst durch Ihre künstlerische, finanzielle oder organisatorische Unterstützung wird unsere Region um ein musikalisches Highlight reicher. Herzlichen Dank dafür! Seien Sie mit mir gemeinsam gespannt auf Sommerabende „á la francaise“ und freuen Sie sich mit mir auf die Mannheimer Sommermusik.
Ihre Helen Heberer MdL
Frau Heberer ist Mitglied des Landtages Baden-Württemberg und des Gemeinderates der Stadt Mannheim. Mehr zu ihrer Person und politischen Arbeit finden sie auf ihrer Web-Seite. Frau Heberer ist Mitglied des Landtages Baden-Württemberg und des Gemeinderates der Stadt Mannheim. Mehr zu ihrer Person und politischen Arbeit finden sie auf ihrer Web-Seite.
Grußwort des Koordinators der Mannheimer Sommermusik, Gerd Winter
Liebe Sommermusikfans,
die Kirchenpforten der Mannheimer Schlosskirche werden während der Mannheimer Sommermusik vom 09. Juni – 22. Juli 2012 ganz besonders weit in die Stadt und die ganze Metropolregion Rhein-Neckar hinein geöffnet sein!
Alle Mitwirkende, Gäste und Freunde heiße ich im Namen der gesamten Kirchengemeinde herzlich willkommen und wünsche ihnen unbeschwerte und unvergessliche Stunden.
Wir haben 2012 unser Nachbarland Frankreich ins Zentrum des Musikgeschehens der 3. Mannheimer-Sommermusik gestellt. Mit à la française wollen wir Sie mit Tanz, Humor, Gaumengenüssen, Malerei und natürlich Musik Musik Musik begeistern!
So möge zur 3. Mannheimer-Sommermusik wieder Musik und Freude Offenheit und Toleranz Vielfalt und Verschiedenheit Begegnungen und Gespräche ins Mannheimer Schloss einziehen und dieses Festival mit Leben füllen.
So wünsche ich uns Allen, dass vom Startschuss bis zum Schlussakkord die schöpferische Kraft der Musik uns Gelegenheit gibt, neue Kontakte und Netzwerke zu knüpfen und so alle musikbegeisterten Menschen - à la française- verbinde.
Gerd Winter Koordination Mannheimer Sommermusik
Grußwort des musikalischen Leiters der Mannheimer Sommermusik, Daniel Fieß
Liebe Freunde der Mannheimer Sommermusik,
wer kennt Sie nicht, die französischen Momente im Leben: Vielleicht an einem schönen Sonntagmorgen mit einem Baguette mit Camembert, einem Croissant und natürlich einer schönen Tasse Café au lait. So und anders übte die französische Lebensweise immer schon eine Faszination auf uns Deutsche aus und, ganz ehrlich, streben wir nicht alle nach dem gewissen „savoir vivre“, dieser französischen Art das Leben zu gestalten und zu genießen und wer von uns wünscht sich nicht ein Leben „wie Gott in Frankreich“?
Auch in Mannheim hat die französische Kultur immer wieder Spuren im Leben der Stadt hinterlassen, spätestens seit dem Beginn der Errichtung der Mannheimer Residenz, natürlich erbaut nach dem großen französischen Vorbild Versailles. Auch war es undenkbar an den großen Höfen in Deutschland, und dazu zählte sich natürlich auch der Mannheimer Hof, zu Ruhm und Ansehen zu kommen, wenn man kein französisch konnte. Heutzutage geht man mit der französischen Sprache sicherlich etwas gelassener um. So sagte der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher einmal „Mein Verhältnis zur französischen Sprache ähnelt dem zu meiner Frau. Ich liebe sie, aber ich beherrsche sie nicht.“
Selbst wenn der französische Einfluss in der Geschichte der Musik sicherlich nicht so bedeutsam ist wie zum Beispiel der Italiens oder auch der Deutschlands, so ließen es sich französische Komponisten nicht nehmen ihren eigenen Stil zu pflegen und auch weiter zu entwickeln und verzauberten damit weit über ihr Land hinaus. Sei es der große, in Pesaro geborene Opernkomponist, Gioachino Rossini oder der, westlich von Warschau geborene Pianist und Komponist, Frédéric Chopin, um nur zwei Beispiele zu nennen, trotz aller Verbundenheit zu Ihren Heimatländern verfielen sie dem Charme dieses Landes und verbrachten dort große Teile ihres Lebens. Aber natürlich hat Frankreich selber auch herausragende musikalischen Persönlichkeiten hervorgebracht: Georges Bizet, Charles Gounod, Camille Saint-Saëns oder Maurice Ravel um hier nur einige zu nennen.
Ich freue mich heute ganz besonders, Sie, liebes Publikum zu unserer dritten Mannheimer Sommermusik einladen zu können, zu einer Reise zu vielen kleinen oder vielleicht auch größeren französischen Momenten. Wir freuen uns, dass wir es wieder geschafft haben, viele Künstler aus der Region zu gewinnen, die Ihnen im Juni und Juli 2012 ganz individuelle französische Momente nahe bringen möchten. Kommen Sie also mit, lassen Sie sich verzaubern und geniessen Sie !!! – natürlich „à la française“!!!
Grußwort des Pfarrers der Schlosskirche
Ein herzliches Willkommen all unseren Musikern und Mitwirkenden bei der Sommermusik 2012 – und insbesondere Ihnen, den Besuchern und Gästen, für die ja die Musik erklingt!
Eine Schlosskirche gehörte in kurfürstlichen Zeiten unabdingbar zur Hofhaltung. In der »Hofkapelle«, wie man sie früher nannte, traf sich der Kurfürst samt Hofstaat täglich(!) zur Messe. Besonders prachtvoll wurden hier natürlich die Hochfeste – kirchliche wie familiäre – gefeiert, und zwar summa cum pompa! Damals schaute die ganze Welt nach Frankreich mit seiner prächtigen Hofhaltung in Versailles. So wie heute die Vereinigten Staaten von Amerika Vorbild vieler Entwicklungen bei uns sind, so übernahm man damals gern die neuesten französischen Mode - Trends.
Wer »etwas auf sich hielt« und als »Frau« oder »Mann von Welt« gelten wollte,- kleidete sich französisch,
- sprach französisch,
- schrieb seine Korrespondenz auf Französisch.
Der Kurpfälzische Hof- und Staatskalender, das offizielle Mitteilungsorgan des Hofes, erschien für jedes Jahr parallel als Almanach Electoral Palatin – natürlich en français.
Gern beehrte man sich, mit Franzosen von Rang und Namen zu verkehren oder sie gar als Gäste zu beherbergen. So pflegte z.B. Kurfürst Carl Theodor den Gedankenaustausch mit Voltaire, der quasi auf der Flucht vor seinem bisherigen Gönner Friedrich II. von Preußen hierher in die Kurpfalz kam. Mit Voltaire konnte Carl Theodor selbstverständlich en français parlieren, denn seine eigene Muttersprache war ja ebenfalls Französisch; Deutsch musste er erst später nachlernen.
Französische Einflüsse gab es jedoch auch schon beim Bau des Schlosses: Baumeister wie Froimont, d’Hauberat und Pigage wirkten als Architekten am Bau der Schlosskirche mit, in der unsere Mannheimer Sommermusik erklingt.
Bis heute wirkt die französische Leitkultur nach. Wir merken meist gar nicht, wie viele Lehn-Wörter aus Frankreich wir ganz selbstverständlich benutzen: Wenn ich beim Portier an der Rezeption des Hotels mein Portemonnaie zücke, so habe ich bereits 4-mal eine sprachliche Anleihe »à la française« gemacht.
Eine Sommermusik mit Charme und französischem Flair ist wegen der überaus vielfältigen Beziehungen der Kurpfalz zu Frankreich geradezu überfällig.
So freue ich mich, dass die Musizierenden uns in der Schlosskirche wieder mit einer großartigen Palette von ganz verschiedenen Darbietungen, Chansons und Melodien erfreuen werden.
Alla dann: … à la française!
Ihr Dekan Johannes Theil


